Zum Inhalt springen
Compliance

Telematik­infrastruktur – Risiken und Nebenwirkungen für Praxen und Pflege­einrichtungen

Seit 2024 ist das E-Rezept Pflicht. Ein Überblick über die Telematik­infrastruktur, Risiken für Praxen und Pflege­einrichtungen sowie notwendige Schutz­maßnahmen.

09. April 20242 min Lesezeit

Seit 01.01.2024 erhalten Patienten verschreibungspflichtige Medikamente nur noch per E-Rezept. Die Technik dahinter ist die Telematik­infrastruktur (TI). Sie ermöglicht es Einrichtungen des Gesundheits­wesens, auf elektronische Patienten­akten, Rezepte oder das Notfall­daten­management zuzugreifen.

Die digitale Übertragung von Informationen zielt auf einen vereinfachten und effizienteren Austausch zwischen Gesundheits­dienstleistern ab. Die Einführung birgt gleichzeitig technische Herausforderungen, gesetzliche Verpflichtungen sind zu beachten.

Technische Herausforderungen

Kompatibilität und Integration: Bestehende Praxis- oder Apotheken­systeme müssen mit den Komponenten der TI kompatibel sein. Sind sie es nicht, muss die vorhandene Software ein Update durchlaufen oder angepasst werden.

Sicherheits­anforderungen: Einrichtungen müssen sichere Netzwerk­architektur implementieren und Verschlüsselungs­techniken verwenden.

Technische Ausstattung: Für die Anbindung ist spezielle Hardware erforderlich, der Konnektor für die sichere Verbindung und Kartenterminals für die Gesundheits­karten der Patienten.

Gesetzliche Verpflichtungen

Gesetzliche Grundlage: Die gesetzliche Grundlage ist das E-Health-Gesetz, es regelt unter anderem die Einführung des elektronischen Rezepts und der elektronischen Patienten­akte.

Fristen und Sanktionen: Gesetzliche Fristen müssen eingehalten werden. Nicht­erfüllung kann in finanziellen Sanktionen resultieren.

Förderprogramme und Finanzierungs­hilfen

Zur Erleichterung wurden Förder­maßnahmen entwickelt. Praxen und Apotheken können die Investitions­kosten teilweise oder vollständig decken.

Beantragung und Voraussetzungen

Förder­gelder können über die zuständigen Kassen­ärztlichen Vereinigungen beantragt werden. Bedingungen variieren je Bundesland. Nachweise zur ordnungsgemäßen Installation und Inbetrieb­nahme der TI-Komponenten sind erforderlich.

Fazit

Die Anbindung an die Telematik­infrastruktur ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung des Gesundheits­wesens. Eine erfolgreiche Implementierung erfordert enge Zusammen­arbeit mit qualifizierten IT-Dienstleistern. Durch Einhaltung der Anforderungen erfüllen Einrichtungen sowohl gesetzliche Pflichten als auch optimieren die Qualität und Effizienz der medizinischen Versorgung.

Reden wir über Ihre IT.

Ein Telefonat von rund 30 Minuten reicht meist, um einzuschätzen, wo Sie stehen. Danach wissen Sie, was sinnvoll ist und woran Sie beim Budget sind.