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Compliance

NIS2-Checkliste für den Mittelstand: die 10 ersten Schritte

Die EU-Richtlinie NIS2 trifft rund 29.000 Unternehmen in Deutschland. Eine pragmatische Checkliste, mit der Sie in 30 Tagen deutlich weiter sind.

10. November 20256 min Lesezeit

NIS2 klingt groß und abschreckend, ist aber auch in mittelständischen Strukturen greifbar. Wer früh startet, kann viele Anforderungen mit begrenztem Budget erfüllen. Diese Liste zeigt, was Sie in den ersten 30 Tagen realistisch tun können.

Die 10 Sofort­maßnahmen

  • Betroffenheit klären: Sektor, Größe (≥ 50 MA oder ≥ 10 Mio. € Umsatz), Lieferkette.
  • Geschäftsleitung schulen: NIS2-Haftung nach Art. 20 ist persönlich.
  • Asset-Inventar anlegen: Server, Clients, Applikationen, Cloud-Dienste.
  • MFA auf alle kritischen Zugänge – Admin-Konten zuerst.
  • Backup-Konzept nach 3-2-1-1-Regel, inklusive Immutable-Storage.
  • Patch-Management dokumentieren: was, wann, wer verantwortlich.
  • Incident-Response-Plan: Rollen, Meldewege, 24-Stunden-Meldung an BSI.
  • Netzwerk-Segmentierung prüfen: Produktion, Büro, Gast, IoT getrennt.
  • Lieferanten-Inventar: welche Drittanbieter haben Zugriff, wie ist das geregelt?
  • Awareness-Programm aufsetzen: quartals­weise Phishing-Simulation plus Module.

Was danach kommt

Nach den Sofort­maßnahmen folgt die Dokumentation: Richtlinien, Verantwortlich­keiten, Prozesse. Plus jährlicher Penetrations­test und wiederkehrende Überprüfungen. Wer früh beginnt, hat zum Geltungs­beginn ein belastbares Fundament, statt in Panik vor dem ersten Audit.

Reden wir über Ihre IT.

Ein Telefonat von rund 30 Minuten reicht meist, um einzuschätzen, wo Sie stehen. Danach wissen Sie, was sinnvoll ist und woran Sie beim Budget sind.